Organisten
Philipp Roßmann
Wie kommt man eigentlich dazu Orgel zu spielen?
Mit sechs Jahren habe ich begonnen Keyboard zu lernen. Nach der Konfirmation wurden ich und noch drei weitere Kandidaten von dem Michelriether Pfarrer Reinhold Völler gefragt, ob wir nicht Interesse hätten Orgel zu lernen. Da ich damals schon acht Jahre Keyboard- Unterricht hinter mir hatte, war dies für mich eine gute Gelegenheit etwas Neues zu erlernen und doch nicht wieder von Null anfangen zu müssen. Anfangs hatten wir Unterricht bei verschieden Orgellehrern und –lehrerinnen in der Michaels- Kirche in Michelrieth. Bald hat diesen Unterricht jedoch Pfarrer Völler übernommen, der selbst ein sehr guter Organist ist. Nach einiger Zeit blieben nur Martin Eitel und ich am Ball. Richard Eitel, der Organist in Michelrieth, hat uns in der ersten Zeit immer wieder die Gelegenheit gegeben einzelne Choräle während der Gottesdienste zu spielen. So konnten wir langsam Erfahrung sammeln und vor allem lernen mit der Nervosität vor und während der Gottesdienste umzugehen. Mit der Zeit spielten Martin und ich dann immer öfter zu zweit Gottesdienste in Michelrieth und Glasofen, bis wir soweit waren alleine Gottesdienste zu spielen.
Vor allem die ersten Jahre war das Orgeln mit sehr viel Üben verbunden und auch heute muss jeder Gottesdienst noch gründlich geübt werden. Aufgrund des Studiums bin ich jedoch leider nie dazu gekommen den ersten Organistenschein (D-Schein) zu machen.
Wie kommt ein Michelriether nach Hasloch und Schollbrunn auf die Orgelbank?
Im Jahr 2002 kam Pfarrer Hyn auf Pfarrer Völler zu, ob seine Schüler nicht „aushilfsweise“ in Hasloch spielen könnten, da er keinen Organisten mehr habe. Da in der Kirchengemeinde Michelrieth Richard Eitel die Orgel spielte und noch immer spielt, übernahmen Martin und ich, zusammen mit Ch. Kloos, „aushilfsweise“ den Organistendienst in Hasloch.
Als 2006 die langjährige Organistin in Schollbrunn nicht mehr spielen konnte, übernahmen wir zusätzlich noch die Orgelbank in Schollbrunn. Spätestens zu diesem Zeitpunkt konnten wir wohl davon ausgehen, dass wir nicht mehr als „Aushilfen“ in der Nachbargemeinde Hasloch anzusehen waren…
Aktuell
Seitdem ich studiere und nicht mehr zu Hause wohne sind die Gelegenheiten Orgel zu üben etwas dünner geworden. Dennoch spiele ich momentan im Schnitt alle drei Wochen die Orgel in Schollbrunn und jeweils anschließend in Hasloch. Bei besonderen Gelegenheiten spiele ich außerdem immer noch in Michelrieth und Glasofen.
